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Flugmedizin

Notwendige Unterlagen

Neue Tauglichkeitsbestimmungen ab April 2013

Neue Tauglichkeitsbestimmungen ab April 2013

Gültigkeitsdauer # Verlängerung und Erneuerung # Zusatzuntersuchungen # Konsultation mit der Genehmigungsbehörde.


Gültigkeitsdauer

Klasse 2
  • 60 Monate, bis der Lizenzinhaber das 40. Lebensjahr vollendet hat.
  • 24 Monate bei Lizenzinhabern, die zwischen 40 und 50 Jahre alt sind.
  • 12 Monate bei Lizenzinhabern, die das 50. Lebensjahr vollendet haben.
LAPL
  • 60 Monate, bis der Lizenzinhaber das 40. Lebensjahr vollendet hat.
  • 24 Monate bei Lizenzinhabern, die das 40. Lebensjahr vollendet haben.

Verlängerung und Erneuerung

    • Untersuchungen zur Verlängerung eines Tauglichkeitszeugnisses können
      innerhalb eines Zeitraums von bis zu 45 Tagen vor dem Ablaufdatum des
      Tauglichkeitszeugnisses durchgeführt werden.
    • Wird diese Frist überschitten, ist eine Erneuerungsuntersuchung erforderlich.
    • Ist die Gültigkeit des Tauglichkeitszeugnisses seit mehr als 2 Jahrenabgelaufen, ist eine Erneuerungsuntersuchung erst nach einer Beurteilung derflugmedizinischen Akten des Bewerbers möglich.
    • Ist die Gültigkeit des Tauglichkeitszeugnisses seit mehr als 5 Jahren
      abgelaufen, gelten dieselben Untersuchungsanforderungen wie bei
      einer Erstausstellung, wobei die Beurteilung auf der Grundlage der
      Anforderungen für eine Verlängerung durchzuführen ist. 

Zusatzuntersuchungen

EKG
  • Erstuntersuchung.
  • Erste Untersuchung nach Vollendung des 40. Lebensjahres.
  • Alle 2 Jahre nach Vollendung des 50. Lebensjahres. 
Audiometrie Klasse 2 IFR
  • Erstuntersuchung.
  • Alle 5 Jahis zum 40. Lebensjahr.
  • Alle 2 Jahre ab dem 40. Lebensjahr. 
Augen
  • Ist bei der Erstuntersuchung sowie bei sämtlichen Verlängerungs-
    und Erneuerungsuntersuchungen eine Routineuntersuchung des
    Auges durchzuführen und
  • ist bei klinischer Indikation eine umfassende Untersuchung des
    Auges durchzuführen.
Augen Routineuntersuchung bei jeder Untersuchung
  • Vorgeschichte.
  • Die Bestimmung des unkorrigierten und - falls erforderlich -
    bestkorrigierten Nah-, Intermediär- und Fernvisus.
  • Untersuchung des äußeren Auges und seiner Anhangsorgane,
    brechende Medien und Fundoskopie.
  • Weiterführende augenärztliche Untersuchungen bei
    entsprechender Indikation.
Augen Indiaktion zur augenärztlichen Untersuchung
  • Veränderungen, die eine Indikation für eine augenärztliche
    Untersuchung darstellen, schließen eine deutliche
    Verschlechterung der unkorrigierten Sehschärfe, jegliche
    Verschlechterungen der bestkorrigierten Sehschärfe, das
    Auftreten einer Augenerkrankung, eine Augenverletzung oder
    eine Augenoperation ein, sind jedoch nicht auf diese allein
    beschränkt.

Konsultation bei den folgenden Diagnosen 

Herz-Kreislauf
  • periphere arterielle Gefäßerkrankung vor oder nach chirurgischem
    Eingriff
  • nicht signifikante funktionelle Veränderungen an einer der Herzklappen
  • Herzklappenoperation
  • Veränderungen des Perikards, Myokards oder Endokards
  • angeborene Veränderung des Herzens vor oder nach korrigierendem
    chirurgischem Eingriff
  • rezidivierende vasovagale Synkopen
  • arterielle oder venöse Thrombosen
  • Lungenembolie
  • kardiovaskuläre Störung, die einer systemischen Behandlung mit
    Antikoagulanzien bedarf
  • Myokardinfarkt
  • Z.n. chirurgischem Eingriff bei KHK
  • supraventrikuläre Rhythmusstörungen, einschl.
    intermittierender oder nachgewiesener permanenter
    sinoatrialer Funktionsstörungen, Vorhofflimmern oder
    Vorhofflattern sowie asystolischer Sinuspausen
  • kompletter Linksschenkelblock
  • AV-Block, Typ Mobitz II
  • Tachykardie mit breitem und/oder schmalem Kammerkomplex
  • ventrikuläre Präexzitation
  • asymptomatische QT-Verlängerung
  • Brugada- Syndrom (erkennbar im EKG)
  • Ablationstherapie
  • Herzschrittmacherimplantation
 Lunge, Stoffwechsel, Bluterkrankungen
  • Asthma bronchiale, das einer Arzneimitteltherapie bedarf
  • aktive, entzündliche Erkrankung von Lunge oder Atemwegen
  • aktive Sarkoidose
  • Pneumothorax
  • Schlaf-Apnoe-Syndrom
  • größerer thoraxchirurgischer Eingriff
  • Pneumektomie
  • Pankreatitis
  • Diabetes mellitus (ausgenommen: Insulinbehandlung)
  • Blutgerinnungs-, Blutungs- oder thrombotische Störungen
  • Leukämie
 Bewegungsapparat, psychische und neurologische Erkrankungen
  • keine ausreichende Funktion des Bewegungsapparates
  • psychische Störungen oder Verhaltensstörungen, die durch
    Alkoholmissbrauch oder den Gebrauch von psychotropen
    Substanzen bedingt sind
  • affektive Störungen
  • neurotische Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • psychische Störungen und Verhaltensstörungen
  • einmalige oder wiederholte Selbstschädigung
  • Epilepsie ohne Anfallsrezidiv seit dem 5.Lebensjahr
  • unbehandelte Epilepsie ohne Anfallsrezidiv seit über 10 Jahren
  • epileptiforme EEG-Anomalien und fokale langsame Wellen
  • progressiv oder nicht progressiv verlaufende Erkrankung des Nervensystems
  • Einzelepisode von Bewusstseinstörungen unbekannter Ursache
  • Bewusstseinsverlust nach Kopfverletzung
  • penetrierende Hirnverletzung
  • Verletzung des Rückenmarks oder der peripheren Nerven

 

Sonstige Erkrankungen
  • Visus beidäugig < 0,7 und/oder einseitig < 0,5
  • Störung des Gleichgewichtssinns
  • Schwerhörigkeit bei Bewerbern um IFRBerechtigung
  • nach Behandlung einer malignen Erkrankung

Besonderheiten LAPL: Verweisung

  • Bewerber mit insulinpflichtigem Diabetes mellitus Typ II müssen
    an die Genehmigungsbehörde verwiesen werden, alle übrigen
    gesundheitlichen Einschränkungen können durch AeMC und AME
    abschließend beurteilt werden.

 

Erstellt von:  Dr. med. Herman Dietrich

Publikationsdatum:   05.03.13
Datum geändert:  10.03.13
 
 

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